Februar 13, 2009...12:23

Good night ladies and gentlemen…

Zu den Kommentaren

Wie sang der olle Frankie Blue eyes noch gleich?

„And now, the end is near and so I face the final curtain…“

Ich würde mich eigentlich nur ungern in die Reihe derer stellen, die am Ende eines Jahres im Ausland anfangen zu philosophieren und ganz dramatisch Resümee ziehen, dennoch kann ich natürlich nicht leugnen, dass die vergangenen 11 Monate bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen haben… und zwar in jegweder Hinsicht.

Das fängt an bei dem Umstand, dass meine Angebetete und ich es geschafft haben, für mehr oder weniger 1 1/2 Jahre in einer Fernbeziehung zu leben, ohne Dramen, ohne übermäßigen Streit oder Eifersüchteleien… das ist schon eine Menge wert und eine enorme Erfahrung.
Das geht weiter bei meinen Erfahrungen in der Nôgaku-kenkyû-kai, dem Nô-Zirkel der Hôsei, dem ich so vieles verdanke, nicht nur Kobayakawa-sensei, sondern auch meinen sempai und den anderen Mitschülern.
Ich hatte die Möglichkeit so viele wunderbare Menschen kennen zu lernen und Vorurteile auszuräumen, von denen ich vorher kaum dachte, dass ich sie habe. Ich konnte Freunde und Bekannte in allen denkenswerten Nationen dieser Erde gewinnen, West wie Ost, Süd wie Nord.
Ich durfte mich als Teil einer japanischen Familie sehen und wurde generell überall sehr herzlich aufgenommen, an der Uni, bei der Heiwanakajima-Stiftung, dem Zirkel, dem Sugino-Dôjô…

Dies ist sicherlich nicht das Ende dieses Bloges, viele Beiträge warten noch auf Vervollständigung, der Nô-Part wird womöglich ausgegliedert in einen eigenen Blog, da ich unter Umständen die Möglichkeit habe mein Training in Berlin fortzusetzen.

Ich danke bis hierhin erstmal allen, die mich unterstützt haben, mit Ratschlägen, mit lustigen oder denkwürdigen Kommentaren oder Anregungen.
Ich danke meinen Freunden in Berlin dafür, dass sie den Kontakt nicht haben abreißen lassen und dass ich trotz der momentanen Melancholie, die ich ob meiner Heimreise verspüre, dennoch in der Gewissheit lebe, dass in Berlin Menschen auf mich warten.
Außerdem danke ich meiner Familie, die sich um mich gesorgt hat (wenn auch manchmal unter Umständen mehr als notwendig) und die sich meine Meckereien und auch meinen Enthusiasmus angehört haben… das wird auch nicht aufhören.
Und ich danke meiner Freundin. Dafür, dass sie der Mensch ist der sie ist und mich mit zu dem gemacht hat, was ich bin.

Good night ladies and gentlemen… I’ll be back in a while, so please don’t go to far away and leave the radio on.

… verdammt, jetzt hab ichs ja doch gemacht. DOH!

1 Kommentar


Eine Antwort schreiben