Januar 7, 2009...1:47

浅草名所七福神 – Namhafte Orte der 7 Glücksgötter in Flachgrasen

Zu den Kommentaren

Für heute hatte unser Dozent für „Konzepte des Raumes in der Kulturhistorie Japans“ eine Exkursion angesetzt, an der die Teilnahme nicht zwingend war, da es aber interessant zu werden versprach und ich besagten Dozenten ganz gut leiden kann, machte ich mich gegen halb 12 auf den Weg zum Bahnhof, um überaus pünktlich um viertel nach 12 am Kaminari-mon in Asakusa aufzuschlagen.
Für diejenigen, die das „Donner-Tor“ nicht kennen, hier ein Foto:
img_0010

Der Sensôji war wie immer vollgepackt mit Ständen und Touristen und da es kurz nach Neujahr ist, kamen zu den üblichen festen Ständen noch dutzende kleine freistehende Buden dazu.

img_0003

Allerdings war diesmal nicht die Kannon im Tempel unser Ziel, sondern ein unscheinbarer Stand hinter den Buden für die Glückslose. Hier kauften sich die meisten von uns ein Shikishi, eine japanische Papptafel, welche man benutzt um Kaligraphien auszustellen, aber in diesem Falle dazu da ist, um sich von den Tempeln und Schreinen den Besuch des Pilgerortes per Stempel und „Unterschrift“ bestätigen zu lassen.  Freundlicher Weise wurden diese von der Hôsei gesponsort, einschließlich des ersten Stempels. Dieser galt dem Daikoku-ten, dem großen Schwarzen, welcher für Wohlstand sorgt und dessen Figur sich gleich neben dem Fenster für die Talismane und auch die Papptafeln befand.

img_0004

Danach ging es zum Asakusa-Schrein, welcher sich ganz im Schatten seines großen buddhistischen Bruders, dem Sensôji (beides schreibt sich mit 浅草), befindet und etwas unscheinbarer wirkt. Doch ist er nicht minder berühmt. Hier verehrt man Ebisu, welcher für viel Ehr sorgt.

img_0007

Auf dem Gelände des Schreins fand sich eine weitere traditionelle Spezialität der Edo-Zeit: Ein Affen-Dompteur (Martin in Gedanken High Five gebend).
Dieses Überbleibsel der Edo-Zeit hält sich in Japan wohl nur, weil militante Vereinigungen wie PETA und Greenpeace hier keine Chance haben. :D

img_0009

Auf dem Weg zur nächsten Station machten wir halt an einem kleinen Kinderspielplatz, auf dem alle Kinder sofort Reißaus nahmen vor der Horde Ausländer. Grund für diesen Zwischenstopp war eine kleine Erhebung die unser Dozent uns zeigen wollte.

img_0013

Man mag es kaum glauben, aber genau an dieser Stelle stand mal der Fuji-san, oder Fujiyama wie man bei uns (eigentlich unrichtiger Weise) zu sagen pflegt. Wie jetzt, was jetzt, hat man den ganzen Berg umgesetzt, oder wie?
Nein, natürlich nicht, aber hier befand sich ursprünglich eine etwa 3-4 Meter hohe Nachbildung des Lieblingsberges der Japaner. Diese Nachbildungen gab es überall in Edo und wurden zwecks Pilgerreise auch als vollwertiger Ersatz für den echten Berg angesehen (zumindest aus spiritueller Sicht). Der Nachbau enthielt ebenso zwei Höhlen die man, mehr oder weniger, begehen konnte und einzelne Stationen zum abpilgern. Zudem war hier, im Gegensatz zum Original, Frauen der Zutritt gestattet. :)
Um diesen Platz herum erinnert vieles an den alten Hügel, überall finden sich Bilder vom Fuji und die Polizei-Wache, Straßen usw. sind alle nach ihm benannt.
Auf der Spitze selbst findet sich nunmehr nur noch eine Marke mit Richtungs- und Entfernungsangabe zum echten Fuji.

img_0017

Unsere nächste Haltestelle war der Asama-Schrein, in welchem, die Göttin des Fuji (oder besser gesagt der Fuji in Form einer Göttin) verehrt wird. Allerdings gehört dieser nicht zur eigentlichen Pilgerroute.

Anschließend kehrten wir im Matsuchiyama Shôten ein, einem Tempel, welcher dem Bishamonten gewidmet ist. Dieser gehört zu den „Vier Himmelskönigen“ und war in erster Linie der Schutzheilige der Krieger. Darüber hinaus sorgt er für Anerkennung. Die Statue selbst habe ich nicht fotografiert, wohl aber eine schöne Deckenmalerei.

img_0027

Zudem hatten wir etwas Glück, denn bei unserer Ankunft fingen gerade zwei Trommler und ein Flötenspieler an, ein Stück auf einer kleinen Bühne zum Besten zu geben.

img_0025

Der Rest folgt in den nächsten Tagen.

2 Kommentare


Eine Antwort schreiben