Oktober 14, 2008...3:34

Es herbstelt

Zu den Kommentaren

So langsam beginnt er hier, der Herbst.

Die Tage werden kürzer (wobei das kaum einen Unterschied macht, hier wurde es auch zur Sommersonnenwende schon vor 10 Uhr dunkel), das Wetter wechselt nun stets zwischen bewölkt und Regen… wobei, gestern hatte ich das Glück, morgens im güldenen Schein der Sonne zur Uni zu laufen. Es war so wunderschön hersbtlich, das Licht fiel Gelb in die Bäume und alles bekam diesen Hauch von Gold den es so eigentlich nur im Herbst gibt.

Es duftet jetzt jeden Tag nach allerlei wunderlichen Sträuchern und Bäumen, die Zweige hängen schwer unter dem Gewicht von Pfirsichen und Kaki-Früchten in den Gärten der Häuser auf dem Weg zum Bahnhof.
Außerdem riecht es bei jedem Wolkenguss herrlich nach Regen und an den Feldern riecht es bei Sonne nach trockenem Gras.

Die „alten Weiber“ spinnen ihre Behausungen in den Gebüschen und fangen darin alles mögliche Getier, die kleineren Männchen sitzen nebenher und bestaunen das Spektakel wenn Muttern das Essen einwickelt.

Und seit gestern steht über alle dem nachts die gleißende Scheibe des vollen Mondes und hält Wache.

So, und zum Abschluss schauen wir doch mal, was der gute alte Wilhelm Busch zum Herbste schrieb:

Im Im Herbst

Der schöne Sommer ging von hinnen,
Der Herbst, der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
So manches feine Festgewand.

Sie weben zu des Tages Feier
Mit kunstgeübtem Hinterbein
Ganz allerliebste Elfenschleier
Als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

Ja, tausend Silberfäden geben
Dem Winde sie zum leichten Spiel,
Sie ziehen sanft dahin und schweben
Ans unbewußt bestimmte Ziel.

Sie ziehen in das Wunderländchen,
Wo Liebe scheu im Anbeginn,
Und leis verknüpft ein zartes Bändchen
Den Schäfer mit der Schäferin.

1 Kommentar


Eine Antwort schreiben