Juni 1, 2008...11:05

Hochs und Tiefs

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Das Leben besteht aus einer Reihe Hochs und Tiefs denke ich.

Jeder Tag für sich stellt schon eine Aneinanderkettung von kleinen und großen Hochs und Tiefs dar, nur ist einem das manchmal vielleicht nicht so bewusst.

Nehmen wir heute zum Beispiel:
Ich bin gegen 10.00 Uhr das erste Mal aufgewacht. Da 6 Stunden Schlaf hier die obere Grenze meines Standardpensums darstellen, entschied ich mich dafür, hier noch ein wenig Zeit ranzuhängen.
Aufgestanden bin ich dann so um zwei. Definitiv ein Hoch für mich, denn ich fühle mich nun seit Tagen mal wieder etwas ausgeruhter.

Ein kleineres Tief stellte dann der Umstand dar, dass ich Wäsche zu waschen hatte. Nun, dies ist sicherlich eine Frage des Standpunktes und so versuchte ich das Ganze positiv zu sehen und ein Hoch daraus zu machen, mit Hinblick auf den Umstand im Anschluss wieder saubere Wäsche zu haben. Einen kleinen Strich durch diese Rechnung machte mir lediglich die Tatsache, dass Wäsche in Japan nicht wirklich sauber wird. Sie riecht gut und das Gröbste an Schmutz bekommt man auch heraus, doch richtig sauber ist sie danach trotzdem nicht. Allerdings ist dies ein Tief welches ich wohl verkraften kann.

Wieder im Bett widmete ich mich meiner Präsentation für Dienstag. Kein wirkliches Tief, lediglich etwas Arbeit, Texte lesen, hier und da was markieren, späteres Zusammenschreiben der Erkenntnisse.

Anschließend ging es zum Einkaufen. Ein Hoch wenn ich daran denke, dass ich mir ein paar Cornflakes, Nutella, Erdnussbutter und Toast, sowie Kakao und Milch gekauft habe. Dafür musste ich zwar mein gemütliches Bett verlassen, doch nur um festzustellen, dass heute wirklich ein sehr schöner Tag mit milder Luft und wein wenig Sonnenschein, bei hellblauem mit leichten Wolken durchzogenem Himmel war. Unter allen Umständen also ein Hoch. Auf dem Weg zum Supermarkt machte ich auf einer kleinen Brücke halt und beobachtete eine Familie Mandarinenten mit ihren Küken und war durchaus entzückt, denn der Fluss in dem sie schwammen ist normalerweise nur ein Rinnsal und lediglich durch die letzten Tage starken Regens zu dem geworden was es nun ist… hier zeigt sich die Dualität des Universums wohl in seiner ganzen Pracht! :)

Wieder zurück gab es erstmal ein Festmahl, welches man ebenfalls als Hoch bezeichnen kann.

Der Gedanke daran, was ich jetzt noch an Hausaufgaben zu erledigen habe stellt hier vielleicht wieder ein Tief dar, aber da muss ich durch.

Zwischendurch mache ich mir immer wieder Gedanken um meinen Aufenthalt hier in Japan und trotz der vielen kleinen und großen Hochs schleicht sich dennoch immer wieder ein Tief. So zum Beispiel der Umstand, dass ich das Gefühl habe hier mit meinen Japanisch-Kenntnissen nicht voranzukommen. Dies ist sehr merkwürdig, denn ich befinde mich nun schon in Japan. Ich bekomme dennoch manchmal das Gefühl, dass ich hier nicht genug lerne. DAS ist allerdings definitiv ein Fehler den ich bei mir suchen und ausmerzen muss, denn die Möglichkeiten bieten sich hier zur Genüge.

Ich denke letzten Endes bleibt einem nichts weiter übrig, als die Hochs zu genießen und die Tiefs durchzustehen und sich einfach der Existenz der beiden bewusst zu sein, um das Leben ausreichend genießen zu können… zum bloßen dahinvegetieren ist es eh viel zu kurz.

1 Kommentar

  • Yin und Yang… es geht nicht ohne ^^ !

    Was die Vertiefung und Verbesserung der Japanisch-Kenntnisse angeht kann ich nur sagen, dass ich dadurch gebremst wurde, da, wie es für Japaner irgendwie üblich, alles super gewesen ist… jouzu da ne… und ich wuste, dass das, was ich gesagt hatte, mehr als bescheiden gewesen war.

    In diesem Sinne Kopf hoch, genieße deine Hochs und liebe Grüße!


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